Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln. Sie haben ein meist schraubenförmiges oder zylindrisches Design. Sie werden in den Kieferknochen eingepflanzt, um verlorengegangene Zähne zu ersetzen. Ein Zahnimplantat übernimmt die gleiche Funktion wie die eigenen Zahnwurzeln, da es direkt mit dem Knochen verwächst: Es trägt Zahnersatz, z.B. Einzelkronen, Brücken, oder es kann herausnehmbaren Zahnersatz sicher verankern. Beim Zahnimplantat-Aufbau unterscheidet man den Implantatkörper, der in den Knochen eingebracht wird, und die Aufbauteile, mit deren Hilfe Kronen oder Haltestrukturen für Prothesen am Implantatkörper befestigt werden (s.Bild).
Zahnimplantate werden seit ca. 40 Jahren eingesetzt (Historie). Mit der fundierten wissenschaftlichen Dokumentation wurde 1982 die Implantologie von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilhunde (DGZMK) als gesicherte Therapieform anerkannt (Stellungnahme der DGZMK). Im Jahr 2003 wurden ca. 150.000 Patienten mit über 300.000 Implantaten versorgt, Tendenz steigend.
Fast alle Implantate bestehen heute aus hochreinem Titan, da es besonders gewebefreundlich (biokompatibel) ist und mit dem Knochen einen sicheren Verbund bildet (Osseointegration). Allerdings kommen auch Keramikimplantate in den letzten Jahren immer mehr zum Einsatz. Allergische Reaktionen auf Titan und Keramik sollen nicht vorkommen, wenige Einzelfälle werden in der Literatur aber diskutiert. In Deutschland sind zur Zeit über 70 verschiedene Implantatsysteme für die Zahnheilkunde erhältlich. In den letzten 20 Jahren haben sich besonders zylindrische bzw. schraubenförmige Implantatformen bewährt. Sie sind in Längen von 6-20 mm und Durchmessern von 2-7 mm erhältlich. In Ausnahmefällen werden allerdings auch andere Formen, wie blattförmige Implantate eingesetzt.
Zahnärztliche Implantate werden seit etwa 40 Jahren in der Zahnheilkunde eingesetzt. Verschiedene Materialien, unter anderem auch Keramik, kamen auf der Suche nach dem idealen Werkstoff zum Einsatz. In den letzten 30 Jahren der schnell voranschreitenden implantologischen Forschung hat sich Reintitan als das Basismaterial für fast alle zahnärztlichen Implantate durchgesetzt. Mit der fundierten wissenschaftlichen Dokumentation wurde 1982 die Implantologie von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilhunde (DGZMK) als fundierte Therapie anerkannt.
In Deutschland sind zur Zeit über 50 verschiedene Zahnimplantat-Systeme für die Zahnheilkunde erhältlich. In den letzten 20 Jahren haben sich besonders zylindrische bzw. schraubenförmige Implantatformen bewährt. Sie werden mittlerweile am häufigsten eingesetzt und sind in Längen von 6-20mm und Durchmessern von 2,9-7mm erhältlich. In Ausnahmefällen werden allerdings auch andere Formen, wie blattförmige Implantate eingesetzt.
Die Entwicklung der Zahnimplantate ist eng mit der Nutzung des Leichtmetalls Titan verknüpft. Das Element Titan wurde Ende des 18. Jahrhunderts entdeckt. Reintitan selbst konnte 1910 erzeugt werden, als die Überführung von Tetrachlortitan in Titan gelang. Erst in den darauffolgenden Jahrzehnten fand Titan in Form von chemischen Verbindungen und Zusatzstoffen für Legierungen Anwendung. Die Industrieproduktion von schmiedbarem Titan wurde Anfang der 50er Jahre aufgebaut, um den Bedarf an neuen Konstruktionswerkstoffen für Luftfahrtechnik und Kernkraftenergetik zu decken.
Die Erkenntnisse über den Werkstoff Titan als ideales Material für den Einsatz im Knochen stammen ebenfalls aus den Fünfziger Jahren, als festgestellt wurde, dass es sich biologisch neutral verhält und keine allergischen oder Fremdkörperreaktionen auslösen kann. Es stellte damit das ideale Material für das Einbringen in den Körper dar. Jahrzehntelange positive Erfahrung mit Titan hat man im Bereich der Orthopädie mit dem Einsatz bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Die Eigenschaft des Titans, eine schützende Oxidschicht auf der Oberfläche zu bilden, scheint der Mechanismus für die besonders gute Verträglichkeit zu sein. Die Reaktion des Körpers ist so natürlich, dass der Knochen direkt am Implantat anwächst und das Zahnimplantat als Teil des Körpers annimmt (Osseointegration). Dieser Prozess scheint durch die von vielen Herstellern durchgeführte Bearbeitung der Titanoberflächen zu leicht angerauhter Struktur gefördert zu werden. Ein weiterer Ansatz ist, die Knocheneinheilung durch die Beschichtung der Implantate mit körperverwandten Stoffen (Hydroxylapatit) zu verbessern.
Alle geeigneten Implantate erhalten dabei eine Zertifizierung der Gesundheitsbehörden als sichere Medizinprodukte (CE- oder FDA-Zulassung).