Seit langem versuchen Menschen, Zahnlücken zu schließen: zunächst mit Hilfe von Tierzähnen oder denen anderer Menschen (Naturzähne waren lange Zeit ein begehrtes Handelsobjekt), schließlich jedoch mit anderen Materialien, wie Metallen, Kunststoffen, Keramik und Ähnlichem. Heute wird aufgrund seiner guten Körperverträglichkeit vor allem Titan als Implantatmaterial verwendet. Außerdem sind Implantate aus Aluminiumoxidkeramik und Kalziumhydroxylapatit verbreitet.
Bei einer Implantation (lat. Implantare = einpflanzen) werden künstliche oder biologische Gewebe in den menschlichen Körper eingebracht. Im Fall des Zahnimplantates wird ein Metallstift aus Titan fest im Kieferknochen verankert, der dort mit dem umliegenden Knochengewebe verwächst.
Das Zahnimplantat dient nun als Zahnwurzel für einen Zahnaufbau, der die Zahnlücke schließt. So wird die Kaufunktion des Gebiss wieder hergestellt und der bei Zahnverlust häufige Knochenabbau verhindert. Auch die ästhetischen Eigenschaften der Zahnimplantate sind sehr gut und gerade bei Zahnverlust im Frontzahnbereich wird die Möglichkeit der festen Integration eines Kunstzahnes (Zahnimplantate) gerne genutzt.
Implantate sind heute fester Bestandteil der Therapie im zahnmedizinischen Bereich. In Langzeitstudien haben sie inzwischen auch ihre gute Haltbarkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit unter Beweis gestellt.
Das Zahnimplantat dient als eine künstliche Zahnwurzel. In Verbindung mit einem zahnkronenförmigen Aufbau (Suprakonstruktion) kann ein individuelles künstliches Gebiss in den Mundraum integriert und der Zahnlosigkeit bzw. einer Prothese entgangen werden.
Zahnärztliche Zahnimplantate bestehen meist aus Titan und werden in verschiedenen Formen und mit verschiedenen Beschichtungen angeboten. Wenn die Gesundheit des Ober- oder Unterkiefers es zulassen, werden sie in den Knochen eingebracht und sind nach einer Einheilungsphase von längstens sechs Monaten endgültig in den Kiefer integriert. Einer normalen Kaubelastung steht danach nichts mehr im Wege.
Die einzelnen Zahnimplantate können mit Einzelkronen, Kronenblöcken oder Brückenkonstruktionen versehen werden oder als Anker für Prothesen dienen. Sie befriedigen nicht nur höchste ästhetische Ansprüche im Bereich des Zahnersatzes, sondern bedingen vor allem bei drohender oder vorhandener Zahnlosigkeit eine bedeutsame Steigerung des Kaukomforts und vor allem des allgemeinen Wohlbefindens. Auch die Zahnpflege ist bei einem Implantat nach zahnärztlicher Einweisung kein größeres Problem.
Eine Gewährleistung für das Einwachsen der Zahnimplantate gibt es nicht, aber die Erfolgsquote liegt sehr hoch bei etwa 95 Prozent.